Eine Begegnung im Flugzeug.. und plötzlich öffnet sich eine Tür..
Vor zwei Wochen sitze ich im Flugzeug auf dem Rückweg von Istanbul nach München.
Die Reise liegt hinter mir. Tage voller Begegnungen, Zeremonien und gemeinsamer Zeit mit meiner Derwischfamilie. Mein Herz ist erfüllt und gleichzeitig kreisen meine Gedanken immer wieder um eine ganz praktische Frage: Für welches Hotel entscheide ich mich für das Retreat „Auf den Spuren der Derwische“, zu dem ich im Herbst 2026 nach Konya einlade?
Konya.
Die Stadt der Liebe.
Die Stadt von Rumi.
Die Stadt von Shams Tabrizi.
Eine Stadt, die ich bis heute nicht in Worte kleiden kann..
Während das Flugzeug ruhig durch die Wolken fliegt, lege ich meine Gedanken für einen Moment zur Seite und greife in meine Tasche. Ich hole ein Buch heraus. Oft nenne ich es mein Gebetsbuch. In Wahrheit ist es ein Buch mit den Gebeten von Rumi. Dieses Buch habe ich vor einiger Zeit von meiner Sufi-Meisterin überreicht bekommen. Seitdem begleitet es mich stets.
Ich beginne zu lesen.
Nach einer Weile lege ich das Buch wieder in meine Tasche und bitte den Mann links neben mir freundlich um Erlaubnis aufzustehen, damit ich den Gang entlang zum Waschraum gehen kann. Als ich zurückkomme, bitte ich ihn erneut, mich wieder an meinen Platz zu lassen, und danke ihm für seine Geduld und Freundlichkeit.
Ich setze mich.
Nach einem Moment dreht sich der Mann links neben mir zu mir und sagt:
„Sie lesen Rumi. Wahrscheinlich sind Sie deshalb so höflich.“
Ich lächle.
Dann fügt er hinzu:
„Ich bin übrigens gerade aus Konya zu diesem Flug gestoßen.“
Ich antworte:
„Wie schön. Möge Ihr Besuch in Konya gesegnet sein und zum Wohle Ihrer und aller dienen.“
Er schaut mich an und sagt:
„Ich lebe in Konya.“
Wir kommen ins Gespräch. Ich erzähle ihm von meiner Arbeit, von meiner Verbindung zum Sufismus und davon, dass ich gerade auf der Suche nach einem besonderen Ort bin für das Retreat „Auf den Spuren der Derwische“.
Und dann sagt er etwas, womit ich einerseits nicht gerechnet habe und bei dem mein Herz gleichzeitig spürt, was jetzt kommt.
„Ein Freund von mir hat ein besonderes Museumshotel in Konya. Wenn Sie möchten, stelle ich gerne den Kontakt her und kümmere mich darum.“
In diesem Moment muss ich innerlich lächeln.
Manchmal suchen wir nach einer Antwort.
Und manchmal kommt sie einfach zu uns.
In den nächsten Tagen schreiben wir ein paar Mal miteinander. Der Mann ist sichtlich erfreut, mir bei diesem besonderen Vorhaben zur Seite zu stehen. Er weiß, dass ich mit Menschen nach Konya reisen möchte, um gemeinsam in die Liebe dieser Stadt einzutauchen.
In einer seiner Nachrichten schreibt er:
„Ich stehe Ihnen stets zu Diensten.“
Diese Worte berühren mich auf einer tieferen Ebene.
Manchmal stellt man eine Frage, die im Herzen brennt. Man sucht, überlegt, wägt ab. Und dann kommt eine Antwort auf eine Weise, die man selbst nicht hätte planen können.
n diesem Moment war da einfach nur Dankbarkeit. Dankbarkeit für diese Begegnung. Und für die stille Art, auf die sich Wege manchmal öffnen und Gott zu uns spricht.
So hat diese Begegnung im Flugzeug schließlich dazu geführt, dass wir nun einen Ort gefunden haben, an dem wir während unserer Reise in Konya gemeinsam wohnen werden.
Vom 9. bis 14. November 2026 reisen wir gemeinsam nach Konya.
Mit allen, die es ruft.
Auf den Spuren der Derwische.
In die Stadt, die ich bis heute nicht wirklich in Worte kleiden kann.
Vielleicht ist es genau das, was eine solche Reise ausmacht.
Dass man nicht alles erklären muss.
Sondern dass man sich einfach auf den Weg macht.
Hier findest du alle Informationen zur Reise:
https://www.serpilkolay.de/auf-den-spuren-der-derwische
Und hier ist das Hotel, in dem wir während dieser Tage wohnen werden:
http://www.safaroyalhotel.com/anasayfa.html
Von Herzen alles Liebe
Serpil
Vielleicht ruft Konya auch dein Herz.
Dann freue ich mich, wenn sich unsere Wege dort begegnen.